Wasserwacht
Bobingen

Mit Sicherheit am Wasser.

Wasserwacht allgemein

Über die Wasserwacht

Die Landesvereine vom Roten Kreuz im deutschsprachigen Raum, - seit 1921 im Deutschen Reich als Deutsches Rotes Kreuz beschäftigen sich seit den 1860er Jahren zunehmend mit Notfallhilfe. Zunächst für den Kriegsfall geplant, gewannen in der damaligen längeren Friedensperiode "zivile" Großschadensereignisse als Übungs- und Einsatzmaßnahmen immer mehr an Bedeutung; bei Überschwemmungen auch in Bezug auf die Wasserrettung. Als die Donau in Regensburg am 7. Februar 1883 über die Ufer trat, war dies die Geburtsstunde der Wasserwacht. Helfer des Roten Kreuzes waren erstmals in der Hochwasserrettung eingebunden. Im Laufe der Jahre gründeten sich überall in Deutschland „Sanitäts- und Wasserwehrkolonnen“. 1891 wurden ebenfalls in Regensburg Sanitätsschiffe zur Absicherung der Donau bereitgestellt. Wenige Jahre später gründeten sich an oberbayerischen Seen Wasserrettungsstationen.

Nach dem 1. Weltkrieg gewannen die Rettungsschwimmer in der Wasserrettung zunehmend an Bedeutung und es entstanden Wasserrettungsstationen an Badegewässern. Dies führte beim Bayerischen Roten Kreuz 1923 zum Erlass einer ersten Dienstvorschrift für den Wasserrettungsdienst und zur Schaffungeines ersten Dienstabzeichens.

Nach dem 2. Weltkrieg gestattete die amerikanische Besatzungsmacht dem Roten Kreuz in Bayern bereits 1945 die Wiederaufnahme der Wasserrettung. Seit dieser Zeit sprechen wir im Roten Kreuz von der "Wasserwacht".

Die Wasserwacht ist eine Gemeinschaft im Deutschen Roten Kreuz. Sie gliedert sich in das Organisationsschema des DRK ein, ist vertreten in den Landes-, Bezirks- und Kreisverbänden und bildet in der Basis Ortsgruppen, die zum Teil eigenständig, zum Teil in bestehende DRK-Ortsvereine eingebunden sind. Die Wasserwacht hat auf allen Verbandsebenen eigene Leitungen.

Die Wasserwacht verfolgt vorrangig folgende Ziele:

  • Verhinderung des Ertrinkungstodes
  • Durchführung der damit verbundenen vorbeugenden Maßnahmen
  • Erhöhung der Sicherheit beim Baden und Wassersport

Zur Verwirklichung dieser Ziele stellt sich die Wasserwacht unter Anderem folgende Aufgaben:

  • Durchführung des Wasserrettungsdienstes
  • Aus- und Fortbildung von geeigneten Einsatzkräften
  • Verbreitung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Schwimmens und Rettungsschwimmens in der Bevölkerung, insbesondere bei der Jugend, in Schulen und Verbänden
  • Aufstellung, Ausbildung und Ausrüstung besonderer Einheiten für den Einsatz bei Großschadensereignissen
  • Durchführung von Aufgaben, die dem Deutschen Roten Kreuz (Wasserwacht) von staatlichen Stellen oder Behörden übertragen wurden
  • Suche und Bergung von Ertrunkenen
  • Mitwirkung beim Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz nach den gesetzlichen Bestimmung
  • Mitwirkung bei den Rotkreuzaufgaben gemäß §2 der Satzung im Deutschen Roten Kreuz
  • Mitwirkung bei der Gesundheitshilfe, Gesundheitsbildung und vorbeugenden Gesundheitspflege

Schwerpunkte der Wasserwacht im Wasserrettungsdienst

  • Frei-, Hallenbäder und offene Gewässer
  • SEG-Einsätze
  • Saisonaler Wachdienst an der Küste
  • Wettbewerbe im Rettungsschwimmen
  • Großschadenereignisse
  • Fach- und Breitenausbildung

Wir sind gemeinnützig! Freiwillig! Ehrenamtlich! Und immer für Sie da!

Aus den Anfängen ist heute eine professionelle Wasserrettungsorganisation geworden, die  in nahezu allen Landesverbänden des Deutschen Roten Kreuzes als Gemeinschaft aktiv ist.

Die Wasserwacht in Bayern

Die Wasserwacht in Bayern ist nicht nur die größte Gemeinschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), sondern auch der größte Landesverband in Deutschland. Über 130.000 Mitglieder, davon gut 60.000 Aktive, organisieren sich in 526 Ortsgruppen mit über 600 Wachstationen, 256 Schnelleinsatzgruppen und fünf Hochwasserzügen. Die Wasserwacht-Bayern ist Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes und stellt ehrenamtlich den Wasserrettungsdienst im Freistaat sicher. Über 5.000 Einsätze werden jedes Jahr geleistet. Dazu lernen über 10.000 Kinder und Jugendliche bei der Wasserwacht jedes Jahr schwimmen. Über 6.000 Menschen haben allein 2016 ein Rettungsschwimmabzeichen bei der Wasserwacht-Bayern erworben. Das Engagement reicht dabei vom Einsatzdienst über die Jugendarbeit bis zum Gewässer-, Natur- und Umweltschutz. 

Struktur in Bayern

Die Wasserwacht-Bayern hat sich bei ihrem Aufbau an die Struktur des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) angelehnt.

Die 526 Ortsgruppen sind aufgeteilt in 73 Kreis-Wasserwachten. Über diesen stehen die fünf Wasserwachtsbezirke Oberbayern, Schwaben, Unterfranken, Ober- und Mittelfranken und Niederbayern/Oberpfalz. Oberstes Gremium ist die Landesleitung. Vorsitzender der Wasserwacht-Bayern ist Thomas Huber, Landtagsabgeordneter aus dem Landkreis Ebersberg.

In den fünf Bezirken gibt es jeweils hauptamtliche Beauftragte für die Wasserwacht, die sich um die Belange in den jeweiligen Regionen kümmern. In der Landesgeschäftsstelle des BRK in München ist auch die Geschäftsstelle der Wasserwacht angesiedelt.

Die fachliche Arbeit geschieht in Arbeitsgruppen des Ehrenamts. So gibt es neben der Technischen Kommission Landeslehrgruppen für die Ausbildungsbereiche Schwimmen, Rettungsschwimmen, Wasserretter, Motorboot, Führungskräfte und Tauchen. Dazu kommen Arbeitsgruppen für den Juniorwasserretter, Naturschutz, Beschaffung, Qualitätsmanagement, Wettbewerbe und PSNV. 

Alle Mitglieder der Wasserwacht-Bayern sind ehrenamtlich und werden für Ihren Dienst nicht bezahlt. Dennoch werden Einsätze etc. abgerechnet um Mittel zu haben, mit denen die Ausrüstung auf dem neuesten Stand gehalten werden kann.  

Unsere Wasserwacht Ortsgruppe Bobingen

... gehört somit zur Wasserwacht Bayern. 
Die übergeordneten Stellen sind die Kreis-Wasserwacht Augsburg-Land und die Bezirks-Wasserwacht Schwaben.

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