Wasserwacht allgemein

Die Landesvereine vom Roten Kreuz im deutschsprachigen Raum, - seit 1921 im Deutschen Reich als Deutsches Rotes Kreuz beschäftigen sich seit den 1860er Jahren zunehmend mit Notfallhilfe. Zunächst für den Kriegsfall geplant, gewannen in der damaligen längeren Friedensperiode "zivile" Großschadensereignisse als Übungs- und Einsatzmaßnahmen immer mehr an Bedeutung; bei Überschwemmungen auch in Bezug auf die Wasserrettung. Hier sind die ersten belegbaren Einsätze ab 1883 registriert. Eigene "Wasserwehrkolonnen" gab es bereits vor 1914.

Nach dem 1. Weltkrieg gewannen die Rettungsschwimmer in der Wasserrettung zunehmend an Bedeutung und es entstanden Wasserrettungsstationen an Badegewässern. Dies führte beim Bayerischen Roten Kreuz 1923 zum Erlass einer ersten Dienstvorschrift für den Wasserrettungsdienst und zur Schaffungeines ersten Dienstabzeichens.

Nach dem 2. Weltkrieg gestattete die amerikanische Besatzungsmacht dem Roten Kreuz in Bayern bereits 1945 die Wiederaufnahme der Wasserrettung. Seit dieser Zeit sprechen wir im Roten Kreuz von der "Wasserwacht".

Die Wasserwacht ist eine Gemeinschaft im Deutschen Roten Kreuz. Sie gliedert sich in das Organisationsschema des DRK ein, ist vertreten in den Landes-, Bezirks- und Kreisverbänden und bildet in der Basis Ortsgruppen, die zum Teil eigenständig, zum Teil in bestehende DRK-Ortsvereine eingebunden sind. DieWasserwacht hat auf allen Verbandsebenen eigene Leitungen.

Die Wasserwacht verfolgt vorrangig folgende Ziele:

  • Verhinderung des Ertrinkungstodes
  • Durchführung der damit verbundenen vorbeugenden Maßnahmen
  • Erhöhung der Sicherheit beim Baden und Wassersport

· Zur Verwirklichung dieser Ziele stellt sich dieWasserwacht unter Anderem folgende Aufgaben:

  • Durchführung des Wasserrettungsdienstes
  • Aus- und Fortbildung von geeigneten Einsatzkräften
  • Verbreitung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Schwimmens und Rettungsschwimmens in der Bevölkerung, insbesondere bei der Jugend, in Schulen und Verbänden
  • Aufstellung, Ausbildung und Ausrüstung besonderer Einheiten für den Einsatz bei Großschadensereignissen
  • Durchführung von Aufgaben, die dem Deutschen Roten Kreuz (Wasserwacht) von staatlichen Stellen oder Behörden übertragen wurden
  • Suche und Bergung von Ertrunkenen
  • Mitwirkung beim Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz nach den gesetzlichen Bestimmung
  • Mitwirkung bei den Rotkreuzaufgaben gemäß §2 der Satzung im Deutschen Roten Kreuz
  • Mitwirkung bei der Gesundheitshilfe, Gesundheitsbildung und vorbeugenden Gesundheitspflege

Schwerpunkte der Wasserwacht im Wasserrettungsdienst

  • Frei-, Hallenbäder und offene Gewässer
  • SEG-Einsätze
  • Saisonaler Wachdienst an der Küste
  • Wettbewerbe im Rettungsschwimmen
  • Großschadenereignisse
  • Fach- und Breitenausbildung

© BRK Wasserwacht Bobingen, 2018